Gelbbauchunke Bombina variegata
schaute auch schon vorbei
geschützt nach Anhang II und IV der FFH-Richtlinie
besonders und streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
Rote Liste Deutschland (2021): Gefährdungskategorie 2, stark gefährdet
Rote Liste Baden-Württemberg (1998): Gefährdungskategorie 2, stark gefährdet
Erhaltungszustand gemäß EU-Monitoring für das Land Baden-Württemberg (2019): ungünstig-unzureichend
Erhaltungszustand gemäß EU-Monitoring für Deutschland (2019): unzureichend-schlecht


Die Gelbbauchunke ist ein kleiner Froschlurch mit herzförmigem Auge und auffällig gelb-schwarz gefleckter Bauchseite – ein Warnsignal an Feinde. Oberseits ist sie unscheinbar grau-braun getarnt.
Vorkommen
Sie lebt vor allem in Mittel- und Süddeutschland sowie in Teilen Europas. Typische Lebensräume sind dynamische Pioniergewässer wie Fahrspuren, Kies- und Lehmgruben, Überschwemmungsflächen oder wassergefüllte Fahrspuren im Wald.
Lebensweise und besondere Eigenschaften
Fortpflanzung: Von Mai bis August legt das Weibchen kleine Gelege (nur wenige Eier) in wechselwarme, sonnenexponierte Kleingewässer.
Überwinterung: Die Tiere ziehen sich in frostfreie Erdhöhlen, Wurzelbereiche, Steinspalten oder Totholzzurück.
Besonderheit: Bei Gefahr zeigen sie die leuchtend gelben Bauchflecken im sogenannten „Unkenreflex“, indem sie sich auf den Rücken krümmen.
Bedeutung der Pioniergewässer
Gelbbauchunken sind auf frische, vegetationsarme Kleingewässer angewiesen. Ohne regelmäßige Störungen (z. B. durch Hochwasser, Bodenbewegungen oder Pflegeeingriffe) würden diese Lebensräume schnell verlanden und verschwinden.




Pioniergewässer ganz frisch
Mit der Schaufel oder dem kleinen Bagger sind bald flache Tümpel erstellt. Diese sind frei von Fischen oder sonstigen Prädatoren die den Kaulquappen der Gelbbauch-Unken gefährlich werden können.





